Verzauberter Kaffeebohnenregen

Samstag, 21.07.2017, circa 17:00 Uhr, Open Doors Festival in Neu-Isenburg, im Garten vom Treffpunkt. Es regnet, nein, keine Kastanien, auch keine Männer, obwohl der Song sicher auch noch in das Repertoire der Gypsys passen würde, aber es spielen ja gar nicht die Gypsys, sondern es spielt das Beste der Gypsys, es spielt Stereo Coffee – und es regnet. Es regnet immer wieder und der Garten müsste längst leer geregnet sein, da alle ihre Flucht ins Trockene suchen und es regnet immer weiter, aber der Garten ist voll.

Monoton auf Steroiden

„Ei Gude wie?“ – „Gud un selber?“ – „Ei supi“ – „Haste scho des Neuste gehört?“ – „Was dann?“ – „die komische Tschipsies spiele schon mittachs in dem Treffer“ – „Mittachs?“ – „Ei, hab isch doch grad gesacht!“ – „wieso, reschnets abends? „Hä?“ – „Wie hä?„ei, isch versteh disch net“ – „was is denn jetzt dadran so schwer?“ – „Was der scheiss Resche damit zu tun habe soll“ – „das lischt doch auf derer Hand“ – „Was für ne Hand? – „Egal wem sei Hand.“ –

Bremer Sounds aus Nashville in Iseborsch!

Fast hätten wir Ann Doka aus den Augen verloren, doch wir haben sie wieder gefunden. Zwar lebt sie nicht mehr im schönen Taunus, dafür fand sie ihre neue Heimat in Bremen, hoch oben in Mitten von viel salziger Meeresluft. Sie tauschte offenbar ihr altes Leben ein und begann erst kürzlich alles ganz von vorne. Aber vielleicht doch nicht ganz, denn was sie mitnahm, waren ihre Gitarre, ihr feines Gespür für Musik und natürlich jede Menge Referenzen.

Auf Gänsehaut gestimmte Stimmen

Wie schön das gesungene Wort sein kann, das beweisen wir euch mit einem Sextett bestehend aus zwei Sopranistinnen, einem Alt, einem Tenor, einem Bariton und einem Bass. Kurz gesagt mit Noizebox aus dem wunderschönen Frankfurt am Main. Die ausschließlich aus unheimlich talentierten Sängern und Sängerinnen bestehende Gruppe hat uns mit ihren Demos direkt von den Hockern gerissen.

Auf Tanzwut gestimmte Traditionen

Traditionen sind zum Brechen da. Aber besonders spannend wird es dann, wenn man durch den Bruch einer Tradition diese quasi untermauert. Ein Widerspruch in sich könnte man meinen, aber nur auf den ersten Blick. Über Jahrzehnte, vielleicht sogar gefühlte Jahrhunderte, waren Salsa Verde beim Open Doors gesetzt, aber letztes Jahr konnte Salsa Verde aus Terminunpässlichkeiten leider diese Tradition nicht fortsetzen. Um aber dennoch die Tradition zu bewahren, nämlich die, vor der Hugenottenhalle eine uneinnehmbare Salsa Bastion, auf den überhaupt erst aus salsarischen Gründen errichteten Tanzboden, zu bringen, musste ein Traditionsbewahrer her.

Push the Button! Hier wird weitergefeiert...

Hört, hört, Freunde der Tanzmusik! Beim 26. Geburtstag des Open Doors Festivals, das vielen Leuten auch als Musikspektakel geläufig ist, wird es eine Neuheit geben. Alle langjährigen Besucher des Festes fragten sich in den vergangenen Jahren gegen ca. 23:30 Uhr: „Wohin mit uns? Was können wir jetzt noch machen, wenn sich die eigene Feierlaune im oberen Drehzahlbereich befindet? Müssen wir jetzt um die Uhrzeit noch nach Frankfurt fahren, um den Abend ausklingen zu lassen?“ Mitnichten: Zum ersten Mal in der Geschichte des Musikspektakels gibt es für alle Nachtschwärmer samstags eine Aftershow Party in der Hugenottenhalle.

Ganz und gar nicht fad ohne roten Faden

Ist es vielleicht ein roter Faden, wenn man mit Absicht behaupte, man habe keinen? Irgendwie muss man ja verargumentieren, dass der rote Faden im Konzept einer Band keine stilistisch einheitliche Musik ist, sondern vielmehr ein buntes Potpourri aus unterschiedlichen Einflüssen.The Jukes ist eine solche Band, die es mit Erfolg geschafft hat, alles in irgendeiner Form zu verarbeiten, was ihnen gefällt.

Quicklebendige musikalische Wellenreiter

Lebendig ist eine der Bands aus Hessen, die wohl ziemlich bald in ganz Deutschland einen Namen haben werden. Einen über den man spricht, und das nicht nur in der Musikerszene. Den Gießenern schaut mit Sicherheit manch einer neidvoll hinterher, während die Jungs um Paddi an der Front auf der Erfolgswelle davon reiten. 2015 haben sie sich gegründet und spielen längst keine Jugendzentren mehr, sondern platzieren sich sehr breit auf den großen Bühnen, nicht nur in ihrer Region, sondern mittlerweile deutschlandweit.

Warme Emotionen auf kaltem Boden

Die berühmte Kensington Road befindet sich unmittelbar und ziemlich zentral in der Mitte Londons, trennt sie doch die noch berühmtere Royal Albert Hall südlich von den Kensington Gardens nördlich und verbindet den auch sehr schönen Ortsteil Knightsbridge mit, wer hätte es gedacht, dem beliebten Viertel Kensington. Jedoch hat unsere Kensington Road rein gar nichts mit dem Londoner Gegenstück zu tun.

We will rock you - like a hurricane!

„Let there be Rock“ war der große Aufschrei der Fans, und genau deshalb haben wir die Jäger des harten Gitarrenriffs wieder in unsere schöne Hugenottenstadt eingeladen! Und sie werden ganz sicher und bestimmt kommen, wenn man dem Management glauben schenken darf. Direkt aus Detroit Rock City werden sie eingeflogen, heißt es. Captain Dickinson hat seinen Jumbojet bereits gewaschen und poliert, mal ordentlich durchgesaugt und auch nach dem Öl geschaut, denn endlich darf er richtige Rockstars zum Zentrum der Welt fliegen! Anfragen beim Management, ob wir im Vorfeld ein Interview bekämen, blieben gänzlich unbeantwortet.

Vollkommen gewaltlose Stimmgewalt

Was wäre die Welt ohne Stimmen. Die Stimme der Eltern, als wir noch in Kinderschuhen standen und nicht wussten wo es lang geht, oder die gewissenhaften Stimmen der Vernunft oder gar Unvernunft später im Alter. Eben die Stimmen aller Menschen, denen man im Leben begegnet. Darunter gibt es einige wenige, die eine ganz besondere Wirkung haben. Die Rede ist von Stimmen, die Harmonien singen, Rhythmus vereinen und einen einzigartigen Klangcharakter haben. Leyla Trebbiens Stimme zählt zu eben diesen.

Mezcalation!

Sommer 2018. Zwei schattenhafte Gestalten ruhen in einer heruntergekommenen Gasse der Mainzer Innenstadt. Rauchschwaden aus kolumbianischen Zigarren steigen unter den riesigen Sombreros hervor, welche die Gesichter der beiden Männer vollständig verdecken. Mit der Klampfe in der einen und dem Tequila in der anderen Hand ruft Woody Gonzales seinem Freund Jesus José Javier Jorge Cerveze folgende Worte zu: „Ehh Amigo! Ich habe einen großartigen Plan. Pack deine Trompete in den Aktenkoffer und die Melodica gleich oben drauf! Vamos a visitar...“

Konfettiexplosion!

Mein liebstes Synonym für „Freude“ ist seit geraumer Zeit das gute alte Wort „Konfetti“. Konfetti macht Bock, Konfetti ist bunt, Konfetti findet man in vielen unterschiedlichen Größen – manchmal auch Formen. Du kannst es kaufen, du kannst es aber auch ganz einfach selbst herstellen. Ich könnte jedoch auch sagen, dass das Synonym für Freude das Wort „Musik“ ist. Die kann man auch kaufen oder selbst machen – in manchen Fällen auch selber machen lassen. Kaufe ich also Musik meiner absoluten Lieblingsband ein, erwerbe ich doch automatisch Freude – es sei denn das Album ist der Flop des Jahres, aber lasst uns mal nicht direkt den Teufel an die Wand malen.

Devise: From Sh*t to Hit!

Achtung Szenario: Sonntagmorgen 02:00 Uhr, der Dramaturgie nach der Höhepunkt der Hausparty, die Bude sieht bereits aus, als hätte man in eben dieser ein letztes Fest vor der Apokalypse gefeiert. Irgendeinen Hannes gibt es doch auf jeder Party, der dann schließlich das AUX-Kabel in die Hand bekommt und seine „Funky Hausparty“ Playlist anschmeißt, die er zuvor am Samstagnachmittag bei einem Sektchen extra liebevoll zusammen gestellt hat. Den kennt ihr alle, erzählt mir nix vom Gegenteil!

Jazz ist nicht anders

Die Neu-Isenburger Jazztage sind eröffnet. Eine ganze Stadt voller Musik, so der Claim der Veranstaltung. Leider findet sich nur eine einzige Jazzband in Neu-Isenburg ein. Der Rest scheint Rock und Pop zu sein und hat nichts mit Jazz zu tun. Nicht einmal im entfernten Sinne. Aber egal, so zentralisiert sich das Thema Jazz auf einen einzigen Ort, der für alle Jazzliebhaber zum Lebenselixier und für einen Tag der Nabel der Welt wird. So exklusiv war Jazz wohl noch nie.

Herzlich willkommen im Familienparadies

Die vielleicht außergewöhnlichste Festival-Location Neu-Isenburgs öffnet in diesem Jahr zum ersten Mal ihre Tore für das Open Doors Festival: Mit einem besonders an Kinder und Jugendliche gerichteten und interaktiven Musikprogramm in Kombination mit dem paradiesischen Vereinsgelände des Orplid Frankfurt, bieten wir den perfekten Samstagnachmittag für Familien.Von hochwertiger Unterhaltung für die Allerkleinsten (perbabymobile.de) bis zu heiter-gelassenen Klangreisen mit typischen Instrumenten aus aller Welt. Von Fiddle über Saxophon, Akkordeon und Gitarre bis zu afrikanischen Percussions-Instrumenten gestalten wir gemeinsam mit den Kids ein interaktives Potpourri aus eingängigen Themen der Musikwelt.

Präsentiert von










 



 


 






 

Socials