Musik ist die universelle Weltsprache

Man kann sie nicht beschreiben, man muss sie erleben. Mit „sie“ ist die Stadtmission Neu-Isenburg gemeint. Sie sind eine kleine Gemeinde, die lebendig das lebt, was sie glaubt. Zu ihnen gehört neben dem was sie glauben, natürlich auch, dies musikalisch auszudrücken. Deshalb: Musik gehört in den Gottesdienst; klar!

Die Trachten sollst du achten

Oh, was haben unsere im Freistaat lebenden Nachbarn für tolle Traditionen. Der Ansatz, ausgerechnet im Oktober eine große Sause für Menschen in Trachten und mit überdurchschnittlich großem Durst zu schmeißen, welche dann animiert werden, in einem Zelt auf brüchigen Holzkonstruktionen zu hüpfen, ist so grandios, dass mittlerweile mehr als die halbe Welt daran teilhaben möchte.

Handzahme musikalische Dampfhämmer

Und schon wieder will eine der ältesten Heavy-Rock-Bands der deutschen Musikgeschichte wie ein Dampfhammer in Neu-Isenburg einrollen. Sie bereichern den regionalen Musikmarkt seit eh und je, mindestens aber schon seit den 70er Jahren, stehen für harte Gitarrenriffs und donnernde Drums, wie ein Poltergeist rumpeln sie vor zig hundert Fans von Bühne zu Bühne und zeigten nicht nur in der Vergangenheit ihrer Schaffensphase, wo der Frosch die Locken und der Ziegenbock den Honig hat.
Nicht so jedoch, wenn man Mallet an einem gemütlichen Sonntagvormittag bei helllichtem Sonnenschein aus ihren kuscheligen Federn zerrt und sie gepflegt auf die Bühne bittet.

Paddy goes to Isenland

Isenburg – Irland – Neu-Isenburg – Neu-Irland – Isenland – Irburg – Neu-Isenland – Neu-Irenburg. Ja, tatsächlich hat unsere Stadt nicht nur im Namen so einige fantastische Parallelen. Auch auf musikalischer Ebene bauen wir unsere Brücke auf die Grüne Insel seit dem ersten Open Doors Festival 1993 aus. 

Wurzelbehandlung für Bohlen

1986 war ein Jahr der Katastrophen: In Tschernobyl ereignete sich der bis dahin schwerste Unfall der Kernenergie, die US Raumfähre „Challenger“ explodierte, Argentinien gewann gegen Deutschland die Fußballweltmeisterschaft und Modern Talking stürmte die Hitparaden. Aber das Leben beweist uns, dass selbst aus dem größten Chaos immer wieder etwas Neues entstehen kann.

Gänsehautschub ganz ohne chemische Hilfsmittel

E3 besteht aus der Kombination eines Buchstaben und einer Ziffer, ähnlich wie auch C4 oder gar A5. Ist es ein Buchstaben-Zahlen-Konglomerat aus reiner Willkür? Während C4 hingegen als ein ziemlich explosiver Plastiksprengstoff bekannt ist und A5 nicht nur eine Großraum-Diskothek mit stumpfer Konservenmusik, sondern in den Köpfen, der im Rhein-Main-Gebiet lebenden Autofahrer, vielmehr als Synonym für morgendlichen Stau bekannt ist, steht E3 in der Musikszene für die Essenz emotionaler Energie.

Gut bewuchert ist halb bassimiliert

Dreckig war’s im Proberaum, jedes Mal aufs Neue liefen alle mit ihren verschmutzten Schuhen über den schönen Laminatboden der musikalischen Übungsstätte. Vor der Tür musste man allerdings auch über mehrere Quadratmeter Schotter, Kies und Sand laufen. Kein vernünftiger Straßenbelag bis zur Eingangstür, aber na ja, immerhin ein beheiztes und trockenes Kämmerlein, gut gedämmt, in dem man auch bis spät nachts in brachialer Lautstärke musizieren konnte. Aber dieser Dreck war jedes Mal unsäglich. Immerhin hatte die Band auch eine Dame in ihren Reihen, allein ihr war der Schmutz kaum zuzumuten.

Laidback in der Wohlföhlarena

Wenn die ersten Schläge auf Basstrommel und Becken erschallen und der Bass mit dem ersten tiefen Ton druckvoll einsetzt, das Keyboard mit synthetisch generierten Streichern und Bläsern an allen Fronten schiebt und die Gitarre mit einem zart übersteuerten Akkord für die nötige Brillanz sorgt, dann wird dem geneigten Zuhörer freudigst der Nerv des nervösen Tanzbeins penetriert und eine Dampflokomotive fährt ihm förmlich tief in die Magengrube, was unweigerlich zum unmittelbaren Abhotten führt.

Irische Traditionen müssen gepflegt werden

Traditionen sind da, damit sie beständig bleiben. So halten wir es selbstverständlich auch. Denn ein Open Doors Festival ohne Stormin’ Norman ist irgendwie unvollständig. Der Ire, der seit gefühlten hundert Jahren die kleine Hugenottenstadt am Rande der Weltmetropole Frankfurt am Main beehrt, ist wahrlich schon viel herum gekommen. Aber am liebsten ist er hier, hier bei uns, in Neu-Isenburg, beim Open Doors Festival, wenn man dem ansässigen Volksmund Glauben schenken darf.

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